Buch

Kleine Kulturgeschichte des Geldes

Kleine Kulturgeschichte des Geldes von Dieter SchnaasDieses Buch ist ein Kompendium, ein Essay, eine Einführung – und eine Provokation. Es erzählt die Kulturgeschichte(n) des Geldes seit seiner Erfindung vor 2700 Jahren – und es deckt die Hintergründe von Banken- und Staatsschuldenkrisen auf. Am Ende ist zweierlei klar: 1. Die meisten Ökonomen verstehen nichts von der modernen Wirtschaftsform, weil sie Geld noch immer als bloßes Tauschmittel verstehen und seine unendliche Bedeutungsfülle als Kapital, Schuld, Zins, Preis, Ertrag und Vermögen leugnen. 2. Die gegenwärtige Krise ist kein Ausdruck von Marktversagen, keine Pathologie des Kapitalismus, kein Resultat der Gier und kein Argument gegen das Gespensterkapital, sondern das Ergebnis dessen, was man finanzmarktliberalen Sozialstaatsschuldenkapitalismus nennen kann – ein Kapitalismus, dem die Märkte, der Staat und die Bürger glaubensgemeinschaftlich gehuldigt haben.

Die zweite, korrigierte und um einen 20-seitigen Aufsatz erweiterte Auflage des Buches ist am 18. Juli 2012 erschienen. Viel Spaß beim Lesen!


 

Rezensionen:

“Schnaas schreibt packend, mit beeindruckender Gelehrtheit, Sprachgewalt und intellektueller Kombinationsfreude… In glänzenden Analysen literarischer Werke schildert [er den] mentalen Kolonialismus des Geldes, sein Eindringen in Wertordnung und Seelenleben… Das politische Temperament des Autors sprengt das gediegene Genre der Kulturgeschichte und mündet in ein Traktat des beherrschten Geldumgangs.” (FAZ vom 02.10.2010)

“In seinem überaus anregenden, gut zu lesenden und sehr materialreichen Essay… entfaltet… Schnaas den “Zauber des Geldes”, seine Natur und seinen – kulturellen, humanen, am Ende auch ökonomischen – Preis…” (Rheinischer Merkur vom 04.11.2010)

“Die ‘Kleine Kulturgeschichte des Geldes’… ist… nicht das einzige Buch, das sich in dieser Saison mit der schillernden Geschichte des Mammons beschäftigt. Es ist aber vermutlich die ehrgeizigste Neuerscheinung auf diesem Gebiet… [Es ist] beeindruckend, wie Schnaas seine beträchtliche Belesenheit im Kanon der europäischen Kulturgeschichte mit profundem Wissen zu ökonomischen (Zeit-)Fragen zu verbinden vermag. Schwindelerregend ist… oftmals der Stil.” (Neue Zürcher Zeitung vom 24.11.2010)

“Dieter Schnaas hat sich was Unerhörtes geleistet. In nur 170 Seiten schüttelt er ebenso rasant wie filigran die gesamte Evolutionsgeschichte des Geldes aus dem Ärmel… und hinterlässt einen von Wortgewalt und Gelehrtheit erschlagenen Leser zurück… Natürlich kann man hier auf keinen Fall von einer “Kleinen Kulturgeschichte des Geldes” sprechen… Die kulturhistorische Fundierung und analytische Tiefenschärfe dieses furiosen Essays macht es zu einem großen Buch.” (oekonomenblog.de vom 09.12.2010)

Dieter Schnaas… hat ein von glänzenden Zitaten und gescheiten Beobachtungen geradezu überbordendes Büchlein vorgelegt… Schnaas sammelt und popularisiert nicht einfach gängige Meinungen der Nationalökonomie, sondern attackiert mit großer intellektueller Energie und spielerischer Freude verbreitete Annahmen über das Wesen des Geldes… [Es] ist davon auszugehen, dass die “Kleine Kulturgeschichte des Geldes” in der kulturwissenschaftlichen Beschäftigung mit Phänomenen des Geldes und des Ökonomischen einige Aufmerksamkeit erhalten dürfe… (literaturkritik.de vom 13.12.2010)

“Das Buch fasziniert … Die Lektüre bildet… Der Autor erzählt… sehr sorgfältig, mit vielen Quellen und prägnanten Zitaten… Gerade für Ökonomen besonders interessant zu lesen.” (Süddeutsche Zeitung vom 22.01.2011)

 

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