Essays

Königliche Knechtschaft

Nullzinspolitik, Anleihekäufe, demnächst auch noch die Bankenaufsicht – nie zuvor war die Macht der Zentralbanken größer und nie zuvor ihre Kapitulation vor der Politikk so total. Die Unabhängigkeit der Geldpolitik ist kein Mythos mehr. Sie ist reine Fiktion.

WirtschaftsWoche, 29.10.2012

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Die Ruinenbaumeister

Politiker, Manager, Intellektuelle – alle wollen mehr Europa. Was aber, wenn die EU-Architekten in Wahrheit Fassadenarbeiter sind, die das gemeinsame Haus mit viel Geld und Solidarität verputzen, während sich der Schwamm durch seine rechtlichen Fundamente frisst? Was wir brauchen, ist nicht mehr Europa, sondern ein anderes.

Wirtschaftswoche, 17.09.2012

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Volkswirtschafts-Leere

Die Ökonomen haben sich mit Modell-Mathematik und Alltagspsychologie von der Wirklichkeit entkoppelt – und sind im Wolkenkuckucksheim systemblinder Selbstreferenz gelandet. Die Branche braucht ein neues Selbstverständnis und eine Öffnung hin zu den Geisteswissenschaften. Die VWL der Zukunft erklärt nicht das Verhalten von Ichlingen auf angeblich freien Märkten. Sie versucht, die Wirtschaft in der Gesellschaft zu verstehen.

Wirtschaftswoche, 6.08.2012

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Der Geist des Kapitalismus

Werner Sombart war der originellste Analytiker des Kapitalismus. Der Ökonom, Historiker und Soziologe hat den bourgeoisen Lebensstil bewundert und gehasst, Karl Marx  verehrrt und verworfen, das Judentum bestaunt und verachtet. Seine Modernität rührt daher, dass er – wie sein Freund Max Weber – die Wirtschaft nicht erklären, sondern verstehen wollte.

Wirtschaftswoche, 2.04.2012

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Angst ums Geld

Über Raubzüge des Steuerstaates, deutsche Inflationsängste und haushalterische Konsumfreude als ökonomisches Gebot der Stunde.

Wirtschaftswoche, 5.12.2011

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Der Trierer Volksfreund

Als Prophet war er ein Versager, als Soziologe ein Riese, als Ökonom vor allem ein gelehrter Mann: Karl Marx, der Theoretiker des Industriekapitalismus, wollte nicht nur zu revolutionären Ergebnissen kommen, sondern die Notwendigkeit der Revolution beweisen. Der Mauerfall hat ihn ideologisch entlastet und als originellen Denker rehabilitiert.

Wirtschaftswoche, 14.11.2011

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Der Anti-Sozialist

Friedrich August von Hayek war ein leidenschaftlicher Weltverbesserer. Sein ganzes Forscherleben hat er daran gearbeitet, Planwirtschaft und Kollektivismus wissenschaftlich zu widerlegen. Seine Tiraden gegen den Wohlfahrtsstaat haben jahrzehntelang die intellektuelle Brillanz seiner Theorie komplexer Ordnungen überschattet. Höchste Zeit, dass sich das ändert.

Wirtschaftswoche, 31.10.2011

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Heilige Ohnmacht!

Die Politik adelt die Argumentationsnot der Bankenkritiker. Es ist ja so bequem, ein Spielball der Märkte zu sein. Ein paar unzeuitgemäße Anmerkungen zur so genannten “Occupy”-Bewegung.

Wirtschaftswoche, 24.10.2011

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Der Kapitalismus als Zivilisationsmaschine

Joseph Schumpeter hat das Grundgesetz des Kapitalismus erforscht: ewiger Wandel durch „schöpferische Zerstörung“. Keiner sah so klar wie er, dass in seinen Krisen nicht nur eine Wirtschaftsform auf dem Spiel steht, sondern  das gesellschaftliche Grundvertrauen auf Zukunft und Fortschritt.

Wirtschaftswoche, 1.10.2011

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Das Bild hängt schief

Die bürgerliche Weltsicht ist durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten und die galoppierende Staatsverschuldung aus den Fugen geraten. Dabei werden die Werte der Marktwirtschaft dringender denn je gebraucht.

Wirtschaftswoche, 5.09.2011

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